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19. März 2010

Moderne Interpretationen

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Eingetragen von: Erneste Appell

Betrachtet man die Architekturgeschichte, so sind klare Tendenzen der Proportionen auszumachen. Im Zeitalter der Gotik beispielsweise strebte die Baumasse - vor allem bei Sakralbauten - in die Höhe. Demgegenüber inszenierte sich die frühe Moderne in weisser Horizontalität. Was zeitgleich und im Anschluss im Städtischen folgte, waren die Hochhäuser, wiederum vertikal dominiert und nicht umsonst als Kathedralen der Wirtschaft bezeichnet.

Derartige Tendenzen sind natürlich mit dem immer wiederkehrenden Pendeln zwischen Purismus und Opulenz vergleichbar und gleichermassen im Produktdesign oder in der Mode auszumachen. In früheren Zeiten beispielsweise waren Badewannen zumeist kurz, dafür höher - mehr Sitzbottich denn Liegewanne - und mit einer erhöhten Lehne ausgestattet, die dem Objekt eine klare Orientierung verlieh. Dieser geschichtliche Kontext wurde nun von victoria+albert aufgenommen und mit der Badewanne Amalfi gekonnt reinterpretiert. In zeitgenössische Formensprache wurde dabei ein Objekt von aussergewöhnlicher Präzision geschaffen, hochwertig verarbeitet und von erfrischender Eleganz.

victoria+albert Amalfi

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