Ohne den Bogen allzu weit zu schlagen soll hier vorab gesagt werden: Imitation als blosses Kopieren und verlogenes Nachbilden zu betrachten, greift zu kurz. So galt die 'imitatio' bei Aristoteles als höchste Kunst und war dominant im kunsthistorischen Diskurs von der Renaissance bis zu den Anfängen der klassischen Moderne.
Ob die D-Kollektionen von IMPRONTA CERAMICHE nun diesen höchsten Ansprüchen der Imitation gerecht werden oder doch bloss nachbilden, sei der Beurteilung eines jeden überlassen. Interessant ist in jedem Fall, dass neben die Kollektionen STONE D, MARMO D (unten abgebildet) nun eine ganze Reihe namens MINERAL D (oben abgebildet) tritt. Diese umfasst fünf Gesteine - Dolomitkalk, Sulfur, Kupfer, Pyrit/Eisenkies, Bleierz - und nutzt genau wie die vorherigen D-Kollektionen die digitalen Möchlichkeiten der Gegenwart, um aus gewöhnlichem Feinsteinzeug Platten zu machen, die an verschiedene Gesteine erinnern. Eine Zufallsfunktion, dank der jede Platte anders aussieht, soll die Natürlichkeit von echten Steinen günstiger simulieren. Zumindest durch den fotografischen Blick scheint dies zu gelingen..
IMPRONTA CERAMICHE