
"Ohne einen Glaspalast, ist das Leben eine Last." Mit diesem und anderen Aphorismen versuchte der deutsche Schriftsteller und Zeichner Paul Scheerbart am Anfang des 20. Jahrhunderts, dem Glas als Baustoff, welcher damals durch den Stahlbau zu bis dato unbekannter Präsenz verholfen werden konnte, den finalen Durchbruch zu verschaffen. Auch wenn seine lyrischen Fähigkeiten eher bescheiden sind, so ist seine Stelle in der Kulturgeschichte neben Grössen wie Bruno Taut und Walter Gropius gesichert. Und auch wenn sich die von diesen Teilen der frühen Moderne proklamierte Entwicklung hin zu einer demiurgisch-reinigenden, transparenten und offenen Welt nicht vollzogen hat, so ist das Glas doch ein mindestens in den (Gross-) Städten dominanter Baustoff geworden. Die "gläsernen Kathedralen des Kapitalismus" (Wolkenkratzer der Finanzmetropolen) sind als Kirstallisationspunkte dieser Entwicklung anzusehen.
Lange Rede, kurzer Sinn. Glas ist zwar schmutzempfindlich aber elegant und modern und fürs Badezimmer empfehlen wir den Waschtisch Peter Pan von Regia.
Regia