Waren’s die Schweizer? Bill Gates höchstpersönlich? Alles falsch, denn die Grundidee des Pixels geht auf die frühen mesopotamischen Mosaikkünstler vor etwa 5'000 Jahren zurück. Damals primär als Dekor für Säulen, Schmuckkästchen und andere Gegenstände verwendet, fand die Mosaiktechnik erst mit der Zeit ihre Anwendung als flächiger Wand-, Boden- und Deckenschmuck.
Ähnlich wie der Glasbaustein, der in den 1980er Jahren aus dem konventionellen architektonischen Baukasten verschwand und sich in den letzten Jahren erneut großer Beliebtheit erfreut, ist auch das Mosaik wieder zeitgemäß. Das moderne, alles dominierende Prinzip der großen, gleichmäßigen Flächen wird erneut in Frage gestellt und Kleinteiligkeit und Decorum werden salonfähig.
Richtig: Decorum. Denn wem bei Mosaik im Badezimmer lediglich die blauen und weißen Wellness-Bereiche der Hotellerie in den Sinn kommen, sollte die Chance nutzen und seinen Horizont erweitern. Bisazza etwa, ein italienischer Mosaikhersteller, zeigt mannigfaltige Anwendungsmöglichkeiten: geometrische Muster, florale oder der Tierwelt entlehnte Strukturen gibt es hier neben Farbverläufen oder einer Darstellung Napoleon Bonapartes, sodass der moderne Asket genauso befriedigt werden kann wie der Renaissance-Nostalgiker.
Ob im, um oder außerhalb des Badezimmers – es lebe das Pixel!
Bisazza