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31. Dezember 2013

Der Stahlbaum

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Eingetragen von: Erneste Appell

Für Handtücher gibt es gewöhnlich Haken, Schienen, speziell geformte Heizkörper, Ringe und vielerlei mehr. Beim Handtuchhalter FIR, wählte der Münchner Jung-Designer Hannes Gumpp einen anderen Weg und liess sich offenbar mehr vom gewöhnlichen Kleiderständer inspirieren. Dieser hier ist jedoch kleiner, gerade 140 Zentimeter hoch. Er ist filigraner und unregelmässiger, eher eine Abstraktion eines feingliedrigen Geästs als herkömmliche gestaltetes Kulturgut. Und er ist farbiger.

Das Konzept des stehenden Handtuchständers passt gut zum heutigen Badezimmer, das sich zunehmend als Lebensraum begreift. Die Unregelmässigkeit bricht mit dem funktionalen Dogma der rechtwinkligen Ordnung, die bunte Farbwahl ist erfrischend und zeigt, dass mit Metall nicht nur technisch-kühl gestaltet werden kann. Ein einfacher, wohlgeformter und zurückhaltender Akzent im Badezimmer, ein dezentes Extra und kein aufgeregter Hingucker. Gekonnt!

ex.t FIR

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19. Februar 2013

Fliesen mit natürlicher Struktur

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Eingetragen von: Erneste Appell

Im digitalen Zeitalter mit all seiner Informationsflut und zahllosen, nutzlosen Erfindungen ist schon seit Längerem ein klarer Gegentrend zu beobachten: Nicht nur Zukunftsskeptiker und Nachhaltigkeitsfetischisten schätzen Ursprüngliches und Handwerkliches von der Wohnungseinrichtung über die Kleidung bis hin zum Essen oder zur Musik. Natürlich ist dieser Trend auch im Badezimmer zu beobachten und ein schönes Beispiel dafür ist die Fliesenkollektion TOKAME von Steuler Fliesen. Diese zelebriert nicht direkt Naturstein, Holz oder verrosteten Stahl, sondern abstrahiert das Natürliche durch Farben und Strukturen. Die verschieden grossen Fliesen mit diversen Sonderformaten (für Bordüren o.ä.) sind in den Erdtönen natur, sand, wenge und grafit erhältlich. Wahlweise kann man die Fliesen glatt wählen oder in den Strukturen Linea (von Abdrücken von Gräsern inspiriert), Orbis (erinnert an gehämmerte Oberflächen herkömmlicher Silberschmiedekunst) und Fourrée (orientiert sich an Pelz- oder Fellstrukturen). Einzig die runden, in Edelstahl eingefassten Einleger aus Holz, die an Betonanker erinnern sind in dieser nach authentischer Einfachheit strebenden Kollektion eher eine Irritation.

 

steuler TOKAME

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12. Juli 2012

Objekt der Woche: Bardelli Chiarenza NOTTURNO

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Eingetragen von: Erneste Appell

Der 1955 geborene Sizilianer Marcello Chiarenza ist ein Freigeist: Als Bildhauer, Bühnenbildner und Theaterdirektor hat er nicht nur an zahllosen Indoor- und Outdoor-Events mitgewirkt, sondern auch an verschiedensten Orten: in Naturparks, an Flussufern, auf Seen und an Ufern, in den Bergen, in alten Stadtzentren, auf Plätzen, in Schlössern oder in den Ruinen einer erdbebenzerstörten Kirche. Angesichts dieses Hintergrunds erstaunt es nicht, dass Themen wie die Jahres- und Tageszeiten, die Elemente der Natur, das Spirituelle oder das Symbolische den Fundes dessen bilden, aus dem heraus Chiarenza entwirft.

Chiarenza beschreit Kometen, Sternenbilder, Plejaden, Supernovae, Sonnen, Galaxien, Sternschnuppen, Monde und Satelliten - kurz: die flimmernden Lichter des Universums, die in der Finsternis des Nichts das Leben bedeuten. So etwas klingt natürlich tiefsinnig, doch ganz ehrlich: Das Design könnte trotz eines solchen Theoriegebildes banal oder schlichtweg hässlich sein. Glücklicherweise ist es das jedoch nicht, im Gegenteil: In der Kollektion NOTTURNO, die Chiarenza für Ceramica Bardelli kreiert hat, finden sich weiss und diverse Blautöne, ein Mond als Akzent und Sterne als funkelnde Einlagen aus Echtgold. Die Handwerklichkeit der Fliesen gibt diesen dabei Tiefe und erzeugt ein hochwertiges Ambiente der Versunkenheit - ideal nicht nur für eine entspannende Atmosphäre im Badezimmer, sondern auch für andere Räume, die Ruhe ausstrahlen sollen (siehe unten). 

Ceramica Bardelli Chiarenza NOTTURNO

Bewertung: 3.4 von 7 Benutzern

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2. Juni 2012

Objekt der Woche: Arblu The Stone One CUIR

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Eingetragen von: Erneste Appell

Paolo Chipiron, Designer bei Aquamass, scheint kein Kind von Traurigkeit zu sein, sondern eher ein verspielter Exzentriker. Aber ein vielseitiger, schliesslich hat er allein für die Badewanne THE STONE ONE neun verschiedene Unterkollektionen entworfen. Selbstverständlich gibt es die Wanne in einfachem weiss, dazu jedoch auch in Pixelmustern, Mosaiken und verschiedenen Dekoren. Die eigenwilligste der Unterkollektionen ist jedoch CUIR, französisch für 'Leder'. Hier ist die abgerundete und minimalistische Wanne mit einer Lederoptik versehen. Diese ist in diversen Farben erhältlich, wobei die konkreteren Muster (Kuh, graues Kroko, Eisbär, braune Robbe, Wüstenfuchs, Chinchilla) definitiv das Highlight der Kollektion sind.

AQUAMASS STONE ONE

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8. August 2011

Schrägdach

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Eingetragen von: Erneste Appell

Seit Längerem schon sind für die neue Generation der Designer, die sich den Themen der Nachhaltigkeit verschrieben hat, nicht mehr die globalen Metropolen und ihre glatten, technisch-kubischen Formen inspirierend. Stattdessen wird immer häufiger eine Rurales und Wildes zitierende Formensprache bemüht - sei dies nun kantig wie ein Fels oder weich wie fliessendes Wasser. Selbstverständlich dient auch die traditionelle Architektur als Inspirationsquelle und so wurde das Regen und Schnee trotzende Schrägdach der typisch norwegischen Hütte in eine Kollektion mit Schrägen, Holz und Stein übersetzt. Sie nennt sich Oslo und ist Teil der neuen Suede-Linie von Cerasa.

Cerasa Suede

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10. Februar 2011

Von der Balance zwischen Komfort und Natur

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Eingetragen von: Erneste Appell

JAkob Schwaderlapp legte 1926 mit seiner Tonwarenproduktion in BAumbach den Grundstein des Fliesenproduzenten Jasba, welcher im deutschen Sprachraum zweifelsohne zu den Tonangebern zählt. Die Serie NATURAL GLAMOUR, welche den IF Product Design Award und den red dot design award gewann und darüber hinaus für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland nominiert ist, stellt sich der Balance von Natürlichkeit und Luxus und damit auch dem Zwiespalt des Menschen zwischen modernem Komfort und der Sehnsucht nach der Ursprünglichkeit des Lebens. Warme Naturtöne von Sand, Kastanie, Torf werden mit Farbnuancen wie Juraweiss, Anthrazit oder Metallic verbunden, wobei das Spektrum von kleinteiligem Mosaik bis zu grossflächigen Fliesen reicht.

Jasba NATURAL GLAMOUR

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24. Oktober 2010

Wellen

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Eingetragen von: Erneste Appell

Die Welleninspiration im Sanitärdesign ist beileibe nicht neu. Deshalb ist sie noch lange nicht schlecht und vor allem alles andere als unpassend. Was zählt ist die Ausführung, daher hier ein gelungenes Beispiel aus dem Hause NIC. Die Onde sind als Schmuck auf ein flaches, schalenartiges Waschbecken appliziert und überzeugen schneeweiss ebenso wie in sattem Schwarzton.

NIC DESIGN > WASHBASINS > TOP MOUNTED > ONDE

Bewertung: 3.4 von 8 Benutzern

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25. August 2008

Nackter Badeplausch auf Japanisch

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Eingetragen von: Erneste Appell

Die Bedeutung von Sushi kennt jeder, die eines Anime so mancher, doch was ist ein Onsen? Und was ein Sento? Zeit für einen Blick hinter die Kulissen japanischer Badekultur:

Unter Japans Boden herrscht hohe seismische Aktivität. Hier treffen die eurasische, die philippinische und die pazifische Platte aufeinander und die negativen Folgen davon sind bekannt: Erdbeben katastrophalen Ausmaßes und Vulkane. Doch die positive Kehrseite der Medaille gibt es auch, die Onsen. Diese Naturquellen, aus denen heißes, schwefel-, kalzium- und eisenhaltiges Wasser empor quillt vermögen den Schmerz gewiss ein gutes Stück weit zu lindern. Und in der Tat: schon seit etwa zehntausend Jahren werden die Onsen als Gemeinschaftsort der Entspannung und Körperpflege benutzt und dienen der kollektiven Durchblutungsförderung und Lösung von Muskelverspannungen. Heutzutage sind sie in dem sonst streng hierarchischen und leistungsorientierten Gesellschaftssystem Japans kleine Flecken einer anderen Welt. Hier baden der Bauarbeiter neben dem Firmenboss, die Stickerin neben der Geschäftsfrau und das auch noch nackt.

Genau wie in den städtischen Badehäusern, den Sentos, gilt es für den europäischen Besucher jedoch, zahllose Verhaltensweisen zu beachten. Für eine rundum korrekte Prozedur empfiehlt sich das monatelange Studium von Büchern, die wichtigsten Dinge jedoch auf die Schnelle: Sentos und Onsen sind zwar Orte der Hygiene, doch wird sich vor der Benutzung des eigentlichen Bades im Sitzen auf kleinen Schemeln gründlich gewaschen. Für großgewachsene Europäer wird schon dies zum Drahtseilakt. Gespräche sind in der Regel zu vermeiden und wer an Rumspritzen und Planschen denkt, ist so fehl am Platze wie eine Wasserbombe im Spa-Bereich europäischer Wellness-Tempel. Zudem ist der Grosse-Zehen-Test der verschiedenen Becken zu empfehlen, Temperaturen von 50 Grad Celsius sind nämlich keine Seltenheit!

Es bedarf ein wenig Recherchearbeit, um die kleinen Oasen ausfindig zu machen, denn wie so häufig, sind viele dieser ursprünglichen Paradiese dem Tourismus zum Opfer gefallen. Auf Beppu beispielsweise, dem Onsen-Mekka Japans, wo sich hunderte von Thermalquellen und Bädern befinden, werden die Entspannungssuchenden in ganzen Busladungen an- und abtransportiert, die Badehose ist erlaubt, die Geschlechtertrennung eingeführt und rundherum gibt es Hello-Kitty-Accessoires, Tamagochis und Spielautomaten – kurzum: ein fleischgewordener Entspannungshorror bei dem jegliches kulturelles Flair verloren gegangen ist.

Bewertung: 4.9 von 8 Benutzern

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