Minimalismus, das Dogma der zeitgenössischen Architektur- und Designsprache, kennt keine Grenzen. Dabei geht es um Material, sowohl in seiner Beschaffenheit als auch in seiner Verwendung, die Komplexität der Formensprache, das Volumen und vielerlei mehr. Dass sich das Handtuch in dieser Simplifizierungstendenz als große und flauschige Baumwollmasse derart konstant hält, erstaunt. Darum hier die Alternative: Handtücher aus Mikrofaser.
Als Mikrofaser werden alle Fasern bezeichnet, deren Garndicke dünner als 1dtex sind. Dies entspricht einem Gewicht von etwa einem Gramm pro zehn Kilometer. Als Relation: Das menschliche Haar hat einen etwa 100 Mal dickeren Durchmesser. Durch die ausgesprochen dichten Gewebestrukturen, welche mit der Verwendung von Mikrofasern möglich sind, lassen sich vergleichsweise extreme Eigenschaften erreichen. Bei gleicher Saugfähigkeit ist das Mikrofaserhandtuch so bedeutend leichter, dünner und trocknet erst noch schneller.
Noch werden die Hightech-Handtücher erst im Outdoor-Bereich eingesetzt und liegen dementsprechend nur in matten bis grellen Farbtönen vor. Für das sportliche Bad absolut geeignet, doch wer es klassischer mag, muss wohl warten, bis die Textildesigner die Mikrofaser entdecken, bis das schlankste und glätteste Handtuch der Welt auch in Bordeauxrot, Crême oder elegantem Schwarz erhältlich ist.
Mikrofasertücher