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19. Oktober 2011

Objekt der Woche: Auf Wolke Sieben

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Eingetragen von: Erneste Appell

© 2011 by sha.

In Wien und Paris ausgebildet, von Österreich bis Indien mit Preisen bedacht, beschäftigt sich der selbsternannte 'Künstler und Wahrnehmungsforscher' sha. mit ganzheitlichen Raum-Kunst-Werken. Konkret sind dies Objekte, die alle Sinne des Menschen ansprechen und stimulieren sollen.

Mit der WOLKE 7 CLOUD 9 knüpft sha. nun an seine erfolgreiche ALPHASPHERE an und schafft einen Raum der Entschleunigung. In Zusammenarbeit mit dem Saunabauer KLAFS und aufbauend auf dem Mutationsprinzip der Ur-Sinuslinie wurde so eine Doppelschale kreiiert, die weit mehr als eine gewöhnliche Wellness-Liege ist und im Prinzip auf den sie umgebenden WolkenRaum angewiesen ist. Beide Schalen leuchten aus dem Inneren heraus und bilden gemeinsam eine Art Rückzugskokon, der durch sanfte Schwingungen der Unterkonstruktion an kindheitliche und pränatale Erfahrungen anknüpfen sollen. Hinzu kommen die an die obere Schale projizierte Projektion von Wolkenanimationen sowie eine speziell entwickelte Klangkompsition, die auf den Räsonanzfrequenzen der Liege und des schwarzen Umgebungsraums aufbaut.

Kurzum, wer Raum und Geld hat und einen Ort der Entspannung sucht, der weit über Wellnessliege und Panflötenmusik hinausgeht: Hier ist er.

Und wer sich die WOLKE 7 CLOUD 9 genau anschauen möchte, kann dies an den OPEN DAYS & NIGHTS vom 7.11. - 11.11.2011 im Atelier des Künstlers tun.

sha. WOLKE 7 CLOUD 9

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5. Oktober 2011

Eloxiertes Aluminium

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Eingetragen von: Erneste Appell

Seit einigen Jahren geistert das Schlagwort 'eloxiertes Aluminium' durch die Architektur- und Designzeitschriften. Von Gegenständen des täglichen Gebrauchs bis hin zu meist perforierten Fassadenelementen scheint es für fast alles zu gebrauchen zu sein. Doch was ist das eigentlich? Eloxieren ist ein elektrochemischer Vorgang, der die Oberfläche mittels Gleichstrom und Schwefelsäureelektrolyt in einer bestimmten Dicke in Aluminiumoxid umwandelt. Das klingt kompliziert, ist jedoch in etwa mit den grünen Kirchtürmen zu vergleichen, die einst bronzebraun glänzend waren und durch Wind und Wetter oxidierend eine Schutzschicht ausbilden - Patina genannt. Aluminium zu eloxieren bedeutet also nichts anderes als den Prozess der Schutzschichtbildung in kontrollierter Umgebung und ungleich schneller geschehen zu lassen.

Dies und viele weitere Informationen über die vermeintliche Energieschleuder Aluminium finden sich auf der Homepage des Klinkenherstellers FSB, der eine ganze Kollektion von Türgriffen aus eloxiertem Aluminium anbietet. Die Besonderheit: Ein reiches, tendenziell dunkles Farbspektrum, das neben natur- und neusilber, silbergrau und schwarz auch messing, bronze, mittelbronze und dunkelbronze umfasst. Übrigens ist Aluminium als Leichmetall äusserst wärmeleitfähig und gleicht seine Temperatur also schneller als andere Metalle an die Umgebungsluft an, weshalb sich Aluminiumgriffe anders als etwa Griffe aus Stahl stets angenehm warm anfühlen.

Fazit: Sanfter seidenmatter Glanz, dunkle und metallische Farbtöne und eine zeitlose Form - das sind die neuen Alu-Griffe von FSB.

FSB Aluminium

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28. April 2010

Interview mit Ludovica und Roberto Palomba

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Eingetragen von: Erneste Appell

Manchmal stimmt einfach alles. Dies kann bei einem Objekt - vom Stadionkomplex bis zum Teelöffel - der Fall sein oder bei zwischenmenschlichen Beziehungen. Eine grosse Freundschaft, intellektueller Respekt, Liebe - wahrscheinlich verbinden Roberto und Ludovica Palomba beides. Das Designpaar aus Mailand arbeitet seit 1994 gemeinsam unter dem Namen palomba serafini associati an Entwürfen für das Badezimmer und hat die Entwicklung vom ehemals "vergessenen Raum des Hauses" zum privaten Rückzugsort mit viel Tageslicht und Wohnqualitäten von Anfang an begleitet. Dass die beiden dabei mehr Würdigungen und Preise erhielten als manch anderer Designer überhaupt Produkte zur Marktreife führt, kommt nicht von ungefähr: Harte Recherche, Forschung und analytischer Geist paaren sich hier mit "Verrücktheit und ein wenig Überheblichkeit", laut Ludovica Palomba die Grundvoraussetzungen für jeden wegweisenden Planer. Mehr über ihre Motivation und die Grundidee ihres als Evident Design bezeichneten Entwurfsansatzes gibt es im Interview mit dem deutschen Architekturmagazin Detail. Von ihrer eigenen Webseite aus findet man die Links zu den Produkte, die sie in den vergangenen Jahren für fast sämtliche namhafte Hersteller des Sanitärdesigns entworfen haben.

Interview
ps+a

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11. November 2009

Objekt der Woche: Marcel Duchamps Fountain

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Eingetragen von: Erneste Appell

Eigentlich ist das hier abgebildete Urinal eher ein Objekt des Jahrhunderts denn der Woche, ist dieses einzigartige Modell Bedfordshire der Firma J.L. Mott Iron Works aus New York doch das mit Abstand berühmteste Urinal der Welt. Unter dem Namen Fountain (engl. Spingbrunnen aber auch Ursprung) stellte es der französische Künstler Marcel Duchamps, eine Ikone der frühen Konzeptkunst, 1917 im New Yorker Grand Central Palace aus. Beziehungsweise nicht aus. Das einfache, unbehandelte Stück, um 90 Grad gedreht und mit dem fiktiven Namen R. Mutt und der Jahreszahl beschriftet, war nämlich das einzige von etwa 2.500 Kunstwerken, welches bei der Ausstellung nicht gezeigt wurde - und dies, wo doch die Statuten der just zuvor gegründeten Society of Independent Artists eine komplette Freiheit von Zensur und die ultimative Freiheit und Souveränität des Künstlers proklamiert hatten.

Dies ist die Geburtsstunde des Readymade, des objet trouvé: Duchamps hatte die Society ausgetrickst und die erste Kunst gemacht, die schon gemacht war - und zwar nicht vom Künstler selbst. Dieser subversive Akt löste in der Folge grosse Diskussionen aus, das Objekt, seine Beschriftung und die Bedeutung Duchamps Handelns wurden vielfach und ausführlich interpretiert. Heutzutage herrscht zwar Einigkeit - zumindest in der Kunstwelt - darüber, dass das Readymade durch die Auswahl, Inszenierung, Verformung oder Benennung des Künstlers zum Kunstobjekt werden kann, es bedurfte jedoch eines einfachen, weissen Prozellanurinals um diese Veränderung in den vermeintlich kreativen, abstrakt denkenden Köpfen von 1917 auszulösen.

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6. November 2009

Zeig mir deine Toilette und ich sag dir wer du bist...

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Eingetragen von: Erneste Appell

... und das tue ich auch, wenn du ein Land bist.

Wenn jemand eine derart absurde Interpretation des menschlichen Handelns zustande bringen kann, die dabei noch überzeugt, dann Slavoj Žižek. Der slowenischstämmige Philosoph und Kulturkritiker ist in einer Reihe zu nennen mit geistigen Grössen der Gegenwart wie Jürgen Habermas, Peter Sloterdijk, Alain Badiou oder Noam Chomsky. Er interpretierte die Psychoanalsye Jacques Lecans, entwickelte sie weiter und übertrug sie auf die Populärkultur, er schreibt über das Subjekt, das Reale, das Symbolische und das Imaginäre und nicht zuletzt erklärt er in The Pervert's Guide To Cinema Filme wie David Lynch's Lost Highway, wodurch sich deren Sinn auch weniger genialen Betrachtern zu erschliessen vermag. Kurzum: Hier ein Videoclip mit Ausführungen Slavoj Žižeks über die Toilettenkultur in Mitteleuropa.

Slavoj Žižek über Toiletten und Ideologien

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10. Mai 2009

Asia coming

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Eingetragen von: Erneste Appell

Hollywood machts vor und fleissig übt sich ein jeder Star in den Lehren von Buddhismus, richtet sein Haus noch strenger als die Konkurrenz nach Feng Shui ein und lebt vegan, mindestens vegetarisch. Dies mag übertrieben sein, doch nicht umsonst haben die friedlichen, harmonischen Lehren der Asiaten Hochkonjunktur.

Es verwundert darum nicht, dass HIDRA ceramica eine ganze Kollektion diesem Thema widmeten. Sie heisst TAO (vom Taoismus), arbeitet mit weichen, geschwungenen Linien, weisser Einfach- und Reinheit und ihre Stücke passen somit in jedes Badezimmer, was zwar modern aber nicht kühl wirken soll.

HIDRA ceramica > design area > TAO

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21. Dezember 2008

Bathroom Unplugged

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Eingetragen von: Erneste Appell

Fliesen, Badewannen, Waschbecken, WC-Schüsseln und -Bürsten, Spiegelschränke, Heizungen, Handtuchhalter und vielerlei Dinge mehr stellen den Hauptfokus dieses Blogs dar. Doch was ist das Badezimmer? Ort reiner Körperhygiene oder ausgeklügelter Strategien der Selbstverschönerung?Verliert das Bad als zunehmend in den Wohnraum fliessendes Konstrukt seine Qualität und Einzigartigkeit als Ort zulässiger Abgeschlossenheit? Und bildet nicht zuletzt das Badezimmer den einzigen Raum vorhersagbaren Voyeurismus - anders gefragt: Wer hat noch keinen neugierigen Blick in den Spiegelschrank des Gastgebers geworfen?

Diesen und anderen Fragen ging im vergangenen Jahr eine architektonische Forschungsgruppe um Professor Marc Angélil der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich nach und das Resultat, das Buch "Bathroom Unplugged" bietet eine Vielzahl von Beispielen, wie das Badezimmer neu zu denken sein könnte. Vom Bad ohne Zimmer über die Bar mit verspiegeltem Fensterglas zur Fassade, durch welche sich die Gäste vor den Augen der Passanten waschen und schminken, bis stofflichen Experimenten und Vereinigungen mehrerer Funktionen des Badezimmers in einem neuartigen Objekt: Das Buch gibt zu denken. Teils an den Haaren herbeigezogene Theorien mischen sich hier mit lustig-kreativen Ideen und schrägen Experimenten im öffentlichen Raum und der aufmerksame Leser wird fortan das Badezimmer mit einem erweiterten und schärferen Blick sehen.

Entsprechend kreativ und konsequent darauf im Eigenheim zu reagieren oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen...

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8. Oktober 2008

Das Feng-Shui-Badezimmer

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Eingetragen von: Erneste Appell

Buddhismus, Sushi und Feng Shui - der ferne Osten ist erwacht und prägt die moderne westliche Lebensform mittlerweile kulturell ebenso wie ökonomisch. Zeit also, die Lehren des Feng Shui für das Badezimmer kurz zu beleuchten. Das mittlerweile etwa 1700 Jahre alte Wohnkonzept strebt die Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung an und dass dabei kosmische Energieströme (das Chi) im Zentrum stehen und diese ebenso wie die behandelten Elemente Elektrosmog und Erdstrahlung naturwissenschaftlich existent sind, sollte nicht weiter stören. Schliesslich schafft eine persönliche Überzeugung die eigene Realität und viele der ohnehin schadlosen Regelungen des Feng Shui streben eine helle, offene und saubere Atmosphäre an. Insofern könnte man überspitzt sagen, dass Feng Shui ohne jeglichen white-collar-Gestus die wohl zentralsten Postulate der klassischen Moderne vorweg nahm.

Konkrete Regeln der Feng-Shui-Badgestaltung: Zunächst ist es wichtig, dass das Badezimmer korrekt platziert wird - weder neben Küche, Esszimmer oder gegenüber dem Eingang. Und falls eine Nähe zum Schlafzimmer unvermeidbar ist, so sollte das Bett weitestmöglich von den Wasserquellen entfernt aufgestellt werden. Rational gesehen macht letzteres zumindest bei akustisch schlecht gedämmten Abflussanlagen Sinn. Auch dass Frischluft, Trockenheit und glänzend-glatte Oberflächen empfohlen werden erscheint hygienisch gesehen einleuchtend. Ferner sollten freundliche und helle Farben zur Anwendung kommen und nach Möglichkeit eine natürliche Lichtzufuhr vorhanden sein. In Verbindung mit dem Diktum zur Verwendung natürlicher Materialen (bspw. Holz oder Naturstein) lässt sich somit ein sinnliches und modernes Bad gestalten.

Kurz: Feng Shui hat nichts mit Esoterik oder altertümlichem Denken zu tun sondern mit Atmosphäre und Hygiene. Wohl bekomm's.

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28. August 2008

Das deutsche Bad in Zahlen

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Eingetragen von: Erneste Appell

Für gewöhnlich sind wir dem Wesen des Badezimmers in eher design- und kulturorientierter Art und Weise auf den Fersen. Heute zur Abwechslung jedoch ein paar harte Fakten deutscher Marktforschungsinstitute zum Nutzungsverhalten in deutschen Bädern.

Das Vorurteil stimmt (noch): Männer sind schneller im Bad als Frauen. Laut einer Umfrage des Spiegels verbringen diese täglich gerade einmal 24 Minuten und 36 Sekunden im Bad, Frauen dagegen 28 Minuten und 6 Sekunden. Der Mehrwert weiblicher Schönheit kostet demzufolge viereinhalb Minuten – eine gelungene Investition.

Prekär: 87 Prozent der Befragten gaben laut dem Institut für Demoskopie Allensbach an, in den letzten sieben Tagen Duschgel benutzt zu haben. Bedenkliche 13 Prozent verbleiben gereinigt frei von Zusatzstoffen. Dass die Mehrheit der Bevölkerung (68 %) im gleichen Zeitraum keine Badezusätze (z.B. Schaumbad, Ölbad, Cremebad) verwendete, erstaunt hingegen weniger.

Badgefluester.com wünscht viel Spaß beim Zahlenstöbern.

 Statista

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