Beton, einst von der akademischen Architektenschaft verabscheut und den vermeintlich wert- und schmucklosen Bauten vorbehalten, hat sich in den letzten 100 Jahren zu einem absoluten Lieblingsmaterial gemausert. Kaum ein Wohndesign-Magazin ohne Lounge-Chair vor einer Wand aus fein geschaltem Sichtbeton, vorfabrizierte und vorgehänge Fassaden aus Beton-Elementen soweit das Auge im gehobenen Wohnungsbau reicht und auch bei Kunst- und Gebrauchsgegenständen hat Beton längst seinen festen Platz.
Warum das so ist? Rudolf Steiner, Antroposophen-Übervater und Erbauer des berühmten Goetheanums, meinte einst: "Beton will nichts." Das stimmt so natürlich nicht und Beton ist ebenso wenig eigenschaftslos wie andere Materialien. Jedoch sind seine Eigenschaften durch die jeweilige Mischung variabel und die Möglichkeiten der Nachbearbeitung nahezu unbegrenzt. Zeit also, sich dem Beton im Badezimmer anzunehmen.
Den Anfang macht Fiddlehead Concrete Designs, ein kleiner Hersteller aus Denver, der sich "Form, Funktion und dem Planeten" verschrieben hat. Öko-freundlich werden hier verschiedene Waschbecken handgefertigt und eines davon ist miniFISSURE. Der Name ist Programm und die Form selbsterklärend: Das Wasser fliesst über zwei geneigte Flächen in einen schmalen Spalt - die Mini-Fissur eben - und that's it. Ein einfaches, minimalistisches Stück.
Fiddlehead Concrete Designs