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2. Februar 2012

Objekt der Woche: Systempool ALMOND

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Im Gegensatz zur gestern vorgestellten Badewanne, ist der Name ALMOND, zu deutsch Mandel, etwas besser geeignet, die Form dieser Badewanne von Systempool zu erklären. Es handlet sich um ein elegant geschwungenes Objekt aus Mineralwerkstoff, das sich in der Länge zu einer Seite hin konisch verbreitert und rundum eine leicht öffnende Neigung aufweist. Das gute Stück ist also im Vergleich zur gestrigen Wanne deutlich weniger schematisch, präziser in der Form, abwechslungsreicher, kurz: spannender. Von leichter Willkür behaftet zwar, aber wer überhaupt irgendeine Form wirklich restlos erklären kann, möge den ersten Stein schmeissen.

 

Systempool ALMOND

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21. Januar 2012

Objekt der Woche: Nobili Likid

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Kräftig, stabil und maskulin wirkt der Wasserhahn Likid von Nobili Rubinetterie. Das sich verjüngende Profil des Chromstahlkörpers wird dabei galant um zwei Ecken geführt. Elegant und puristisch ist das Design, die Proportionen präzise - ein schönes Stück.

Nobili Likid

http://www.grupponobili.it/#ted/collezioni/collezioni_teknobili/likid

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8. Dezember 2011

Objekt der Woche: KEUCO EDITION 11

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Ein Wasserhahn ist ein Wasserhahn ist ein Wasserhahn? Wenn dem so wäre, müsste man hierüber nicht schreiben. Und zum Beweis an dieser Stelle das neue Stück aus der EDITION 11 von KEUCO. Das treffendste Wort ist hier die Balance. Denn der Wasserhahn ist gross aber nicht protzig-riesig. Er ist gleichzeitig schlank und kräftig. Er vereint klare Geraden, Rundungen und den Kreis des Mixers an der Aufweitung der Ecke. Die Teile treten klar in Erscheinung, trotzdem zerfällt das Ganze nicht in seine Teile. Zur einfachen Überprüfung folgende Fragen: Was würden Sie hinzufügen, was weglassen? Eben!

KEUCO EDITION 11

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1. Dezember 2011

Objekt der Woche: A5330

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Einen simplen Produktnamen trägt der Einhebelmischer A5330, eine blosse Nummer in der Kollektion GLANCE. Offenbar vertraute das JADO-Designteam seinem Entwurf genug, um nicht mal eine Sekunde in eine alternative Namensfindung zu investieren. Zu Recht!

Funktional besticht der Wasserhahn durch eine klare Trennung der Teile: Ein gebogenes Vierkantrohr dient Wasserführung und -auslass, ein breiter Zylinder in dessn Rücken verbirgt Mischer und Technik und der schlanke Hebel, der hieraus hervorschaut, dient der Steuerung. Diese funktionale Trennung ist fast ein wenig didaktisch, umgekehrt bleibt der Wasserhahn in seinen Urfunktionen erkennbar und lesbar. Der wahre Clou liegt jedoch im subtilen Hinterfragen dieser Funktionstrennung durch die Form, werden die Teile doch durch sanfte Rundungen wieder miteinander verschliffen. Das Ganze ist eben doch mehr als die Summe seiner Teile!

JADO GLANCE A5330

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23. November 2011

Objekt(e) der Woche: inbani KA

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Modularität ist ein alter Hut in der Designgeschichte, man möchte sagen ein toter Hund oder ein in den 1960ern und 1970ern totgerittenes Pferd. Sicherlich, es gibt Gegenbeispiele, aber meist führt Modularität zu Gleichförmigkeit, zu Langweiligem oder Banalem.

Dass es anders geht, zeigt die Kollektion KA, die Francesc Rife für die spanische inbani entworfen hat. Hier passen die 'Module' zusammen, sind jedoch nicht immer gleich hoch, gleich tief oder gleich breit. So ergeben sich vielfältige Kombinationsmöglichkeiten, ein potentiell endloses dynamisches Spiel. Reizvoll ist zudem der Gegensatz, den die organischen Formen aus Gussharz von Waschbecken und Badewanne zur ansonsten streng im rechten Winkel gehaltenen Kollektion aufbauen.

 

 

inbani Ka

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10. November 2011

Objekt(e) der Woche: Bagno Sasso Ocean Wing/Wave

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Eingetragen von: Erneste Appell

Zugegeben, mit den stolzen Aussenmassen von 3 auf 1.5 Metern braucht die Ocean Wave von Bagno Sasso einen Raum ähnlich dem hier abgebildeten - einen Raum, der eher einer Bade-Lounge und Wellness-Oase denn einem klassischen Badezimmer entspricht. Schliesslich bedingen die hohen skulpturalen Qualitäten des Objekts eines gewissen Umraums und die Badewanne in die Ecke eines kleinen Zimmers zu schieben scheint unangebracht. Etwas weniger ausladend, leicht kubischer geformt aber noch immer als geschwungene Fläche konzipiert, eignet sich die Ocean Wing (siehe unten) auch für den etwas kompakteren Raum.

Was beiden Stücken gemeinsam ist: Sie wurden von Manuel Dreesmann entworfen, einem Mitglied des Bremer Labor für Gestaltung. Neben den für Corian im Badezimmer mittlerweile typischen Freiformen ist dabei vor allem die Ausführung mit einem äusseren Holzfurnier reizvoll, vereint sie doch die Gegensätze eines natürlich-weichen Äusseren mit dem technisch-hygienischen Weiss des Mineralwerkstoffs im Inneren. Noch existieren bloss Prototypen, wer sich jedoch für die guten Stücke interessiert, kann sich bereits auf Anfrage über den Preis informieren und anfangen, zu sparen - denn die Serienreife steht bevor.

Bagno Sasso
Manuel Dreesmann

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3. November 2011

Objekt der Woche: Stucco Origami

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Eingetragen von: Erneste Appell

Die Designer der F.lli Stucco sagen sich: Wieso ändern was funktioniert? Und damit haben sie Recht. Die 2008 entstandene Badewanne Origami ist ein schlichtes Stück aus Mineralwerkstoff, nahezu kubisch und mit einem nach aussen abgewinkelten Rand. Seitdem haben die Designer viele Zusätze entwickelt: Die verschiedenen Randerweiterungen für Regalflächen (eine davon ganz unten) sind davon die gewöhnlichsten und die raumgreifend-organische Lichtinstallation die spektakuläreste. Die gelungenste Erweiterung ist jedoch ein Modifikation, die an einen Zwitter aus Badewanne und Schreibtisch erinnert. Rundum ist der Rand hierbei etwas breiter als im Basismodell und eine Seite wird zur grossen Ablagefläche mit Holzstütze. Sehr simpel verströmt das gute Stück eine loftige Atmosphäre - und braucht fraglos dementsprechenden Umraum.

F.lli Stucco Origami

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26. Oktober 2011

Objekt der Woche: Not Only White FRAME

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Eingetragen von: Erneste Appell

Not Only White ist ein kleines aber feines Designstudio von Marike Andeweg, das versucht - der Name sagt es - die Stereotypen im Badezimmer zu überwinden. Nun gibt es FRAME zwar auch in schwarz, jedoch überzeugt es in weiss am meisten. Aber der Firmenname ist als Idee, nicht als wortwörtliche Suche nach Farbe zu verstehen - und die Idee überzeugt: Eine weich fliessende Waschbecken-From aus acrylischem Kunststein (Himacs) kontrastiert mit einem simplen, kubischen Metallrahmen, der dieses fasst und gleichzeitig auf einfache Art und Weise eine Ablagefläche bildet. Unbekannt und vielleicht nicht in den richtigen kommerziellen Kanälen platziert, hätte FRAME jedoch rein gestalterisch das Zeug zum Klassiker!

Not Only White FRAME

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19. Oktober 2011

Objekt der Woche: Auf Wolke Sieben

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Eingetragen von: Erneste Appell

© 2011 by sha.

In Wien und Paris ausgebildet, von Österreich bis Indien mit Preisen bedacht, beschäftigt sich der selbsternannte 'Künstler und Wahrnehmungsforscher' sha. mit ganzheitlichen Raum-Kunst-Werken. Konkret sind dies Objekte, die alle Sinne des Menschen ansprechen und stimulieren sollen.

Mit der WOLKE 7 CLOUD 9 knüpft sha. nun an seine erfolgreiche ALPHASPHERE an und schafft einen Raum der Entschleunigung. In Zusammenarbeit mit dem Saunabauer KLAFS und aufbauend auf dem Mutationsprinzip der Ur-Sinuslinie wurde so eine Doppelschale kreiiert, die weit mehr als eine gewöhnliche Wellness-Liege ist und im Prinzip auf den sie umgebenden WolkenRaum angewiesen ist. Beide Schalen leuchten aus dem Inneren heraus und bilden gemeinsam eine Art Rückzugskokon, der durch sanfte Schwingungen der Unterkonstruktion an kindheitliche und pränatale Erfahrungen anknüpfen sollen. Hinzu kommen die an die obere Schale projizierte Projektion von Wolkenanimationen sowie eine speziell entwickelte Klangkompsition, die auf den Räsonanzfrequenzen der Liege und des schwarzen Umgebungsraums aufbaut.

Kurzum, wer Raum und Geld hat und einen Ort der Entspannung sucht, der weit über Wellnessliege und Panflötenmusik hinausgeht: Hier ist er.

Und wer sich die WOLKE 7 CLOUD 9 genau anschauen möchte, kann dies an den OPEN DAYS & NIGHTS vom 7.11. - 11.11.2011 im Atelier des Künstlers tun.

sha. WOLKE 7 CLOUD 9

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9. Oktober 2011

Kolpa San 55+

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Eingetragen von: Erneste Appell

In den 1970ern war italienisches Design weltweit dominant. Kurz darauf kam Skandinavien und die globalisierte Welt führte dazu, dass kleine Designschmieden dieser Länder zu grossen Konzernen heranwuchsen. Aber sie führte auch dazu, dass Designer aller Länder in guten Schulen ausgebildet wurden und gutes Design somit keine Frage des Landes mehr ist. Sicherlich, Slowenien gilt nicht unbedingt als Hotshot, doch der Sanitärhersteller Kolpa San produziert formschöne und funktionale Stücke.

Die Kollektion 55+ etwa, die von den Designer als Antwort auf das Älterwerden der Menschen konzipiert wurde, ist nicht bloss in Zusammenarbeit mit einem Rheumatologischen Institut entwickelt und somit an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst worden, sie ist dazu auch noch elegant und der Umgang mit Material und Form überzeugend.

Kolpa San

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