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11. März 2009

Badgeflüster in Frankfurt

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Eingetragen von: Erneste Appell

Gestern morgen um 10 Uhr wurde unter grossem Applaus die 50. ISH eröffnet, die Weltleitmesse Erlebniswelt Bad - Gebäude-, Energie-, Klimatechnik - Erneuerbare Energien und die nächsten Tage präsentiert sich hier alles, was weltweit von Rang und Namen ist im Bereich von Sanitär- und Gebäudetechnik. Fast 2400 Aussteller auf 250'000 Quadratmetern, jede Menge Neuheiten und ein umfassendes Rahmenprogramm fokussierend auf die lebensnotwendigen und beschränkten Ressourcen Wasser und Energie machen die Messe, die sich einst schlicht Interklo nannte, zu einer spannenden Schnittstelle verschiedener Branchen.

Einen Tag haben wir die Messe besucht und neben vielen toll designten Stücken auch die ein oder andere technologische Innovation entdeckt. Offenbar griffen die Fachverbände, welche an der Messe extrem präsente Nachhaltigkeitskampagnen lanciert hatten, Themen auf, welche in der Branche längst wichtige Schlagwörter geworden sind. Man hat offenbar begriffen, dass sich Ökologie und Design nicht ausschliessen müssen und der Green Market Bonus, welcher etwa im Bereich von Kosmetika ein nicht mehr von der Hand zu weisendes Kriterium beim Kaufsentscheid darstellt, zunehmend auch im Badezimmer ein Faktor wird.

Kurzum: In den nächsten Tagen und Wochen ist an dieser Stelle mit vielen spannenden Beiträgen zu rechnen, von kleinen Firmen mit ausgefallenen Produkten, welche wir entdeckten und vorstellen möchten bis hin zu den Innovationen der Branchenleader und designprämierten Neuheiten. Viel Spass!

... und wer sich jetzt schon interessiert und gerne selbst stöbern möchte: Am Samstag ist die Messe auch für Privatpersonen geöffnet.

 

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21. Dezember 2008

Bathroom Unplugged

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Eingetragen von: Erneste Appell

Fliesen, Badewannen, Waschbecken, WC-Schüsseln und -Bürsten, Spiegelschränke, Heizungen, Handtuchhalter und vielerlei Dinge mehr stellen den Hauptfokus dieses Blogs dar. Doch was ist das Badezimmer? Ort reiner Körperhygiene oder ausgeklügelter Strategien der Selbstverschönerung?Verliert das Bad als zunehmend in den Wohnraum fliessendes Konstrukt seine Qualität und Einzigartigkeit als Ort zulässiger Abgeschlossenheit? Und bildet nicht zuletzt das Badezimmer den einzigen Raum vorhersagbaren Voyeurismus - anders gefragt: Wer hat noch keinen neugierigen Blick in den Spiegelschrank des Gastgebers geworfen?

Diesen und anderen Fragen ging im vergangenen Jahr eine architektonische Forschungsgruppe um Professor Marc Angélil der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich nach und das Resultat, das Buch "Bathroom Unplugged" bietet eine Vielzahl von Beispielen, wie das Badezimmer neu zu denken sein könnte. Vom Bad ohne Zimmer über die Bar mit verspiegeltem Fensterglas zur Fassade, durch welche sich die Gäste vor den Augen der Passanten waschen und schminken, bis stofflichen Experimenten und Vereinigungen mehrerer Funktionen des Badezimmers in einem neuartigen Objekt: Das Buch gibt zu denken. Teils an den Haaren herbeigezogene Theorien mischen sich hier mit lustig-kreativen Ideen und schrägen Experimenten im öffentlichen Raum und der aufmerksame Leser wird fortan das Badezimmer mit einem erweiterten und schärferen Blick sehen.

Entsprechend kreativ und konsequent darauf im Eigenheim zu reagieren oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen...

Bewertung: 5.0 von 1 Benutzern

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15. August 2008

Jean-Luc Godard in der Badewanne

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Eingetragen von: Erneste Appell

TV

Manager sprechen von Synergien, dem Potential der Gleichzeitigkeit und was der Firma gut tut, kann im Eigenheim nicht allzu verkehrt sein. Denn das stets aktive Unsereins kennt das „Problem“ des Vollbads: Schon nach Kurzem stellt sich die Frage, was abgesehen vom ruhigen Herumliegen zu tun sei. Die Abhilfe: ein wasserdichter Fernseher. Die ersten derartigen Geräte kamen vor wenigen Jahren auf den Markt und mittlerweile sind die Kinderfehler behoben und die Preise auf ein relativ vernünftiges Niveau gesunken.

Doch nach wie vor gilt: Im Schaumbad liegend das Weltgeschehen zu verfolgen oder einen Spielfilm zu genießen ist Luxus und hat folglich seinen Preis. Die aktuellen Modelle (etwa von Envirovision, Techvision, Aquavision, Splah Vision oder Luxurite) kosten etwa 2'000 Euro bei einer Bildschirmdiagonale von 19 Zoll (ca. 48 cm). Aber wie das im Luxussegment so ist, sind die Möglichkeiten nach oben offen: Für umgerechnet 36'000 Euro bieten die britischen Hersteller Marine AV und Aquivo jeweils einen wasserdichten LCD-Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 70 Zoll (ca. 178 cm), der so einige vermeintlich erstklassigen Home-Cinemas ärmlich aussehen lässt. Mit Spezialbeschichtung dienen diese ausgeschaltet immerhin auch als Ganzkörperspiegel.

Bleibt also noch die Erfindung des wasserdichten Buchs...

Links:
BathroomTV  
Envirovision
Techvision
Aquavision
Marine-Audio
Aquivo

Bewertung: 3.9 von 8 Benutzern

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