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24. November 2011

Arrangiamento di mobili

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Für gewöhnlich versuchen Möbelhersteller, gleich ob im Badezimmer oder ausserhalb, Möbel multifunktional und geschickt zu entwerfen, sodass eine Vielzahl von Bedürfnissen erfüllt wird. Meist ist das Ziel zudem, diese Vielseitigkeit in eine klare Form zu giessen.

Das neue Möbelprogramm von INDA geht nun einen anderen Weg. Eine Vielzahl ähnlicher jedoch unterschiedlicher Regalelemente - in weiss und ausgekleidet mit Holzlaminat - kann hier frei nach den individuellen Bedürfnissen zusammengestellt werden. Wer es einfach mag, wird sich so drei mal drei gleiche und weisse Elemente kaufen, wer mehr von den modernen Hängungen zeitgenössischer Kunst angetan ist, wird es eher wie hier abgebildet tun und verschiedene Elemente frei zu einem spannungsvollen Ganzen komponieren.

Ein kleiner Tipp am Rande: Das Prinzip funktioniert natürlich auch mit gebrauchten und noch verschiedenartigeren Regalmodulen - und gewinnt dann noch mehr an Individualität.

INDA

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3. November 2011

Objekt der Woche: Stucco Origami

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Eingetragen von: Erneste Appell

Die Designer der F.lli Stucco sagen sich: Wieso ändern was funktioniert? Und damit haben sie Recht. Die 2008 entstandene Badewanne Origami ist ein schlichtes Stück aus Mineralwerkstoff, nahezu kubisch und mit einem nach aussen abgewinkelten Rand. Seitdem haben die Designer viele Zusätze entwickelt: Die verschiedenen Randerweiterungen für Regalflächen (eine davon ganz unten) sind davon die gewöhnlichsten und die raumgreifend-organische Lichtinstallation die spektakuläreste. Die gelungenste Erweiterung ist jedoch ein Modifikation, die an einen Zwitter aus Badewanne und Schreibtisch erinnert. Rundum ist der Rand hierbei etwas breiter als im Basismodell und eine Seite wird zur grossen Ablagefläche mit Holzstütze. Sehr simpel verströmt das gute Stück eine loftige Atmosphäre - und braucht fraglos dementsprechenden Umraum.

F.lli Stucco Origami

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22. Oktober 2011

Perlen im Bad

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Eingetragen von: Erneste Appell

Abgerundete Ecken, grifflose Möbelfronten, flache Waschbecken, durchdachter Stauraum, skulpturale Corian-Badewannen, Leitern als Handtuchhalter - natürlich haben wir das alles schon gesehen. Doch selten kommen so viele gestalterische Elemente in einer Kollektion so schlüssig und zurückhaltend zusammen, wie dies der Schweizer Firma talsee mit pearl gelungen ist. Kein Wunder also, wurde die Serie mit dem iF product design award 2011 ausgezeichnet - sie wird fraglos dem Firmenmotto 'Zuhause im Bad' gerecht.

talsee pearl

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22. September 2011

Schattenfuge a las Palombas!

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Eingetragen von: Erneste Appell

Gut gibt es Ludovica und Roberto Palomba. Das Designduo hat sich fast ausschliesslich dem Sanitärdesign verschrieben und dies mit aussergewöhnlichem Erfolg. Und so erfreuten sie bereits mehrfach an dieser Stelle mit gelungenen Entwürfen. Heute stellen wir Gap vor, englisch für Abstand oder Fuge, eine Möbelserie für Falper. Kubische, primär weisse Objekte, in die teils auch Waschbecken integriert sind, bieten in verschiedenen Grössen Platz für die Bedarfsartikel im Bad. Gestalterische Konstante ist dabei die grifflose Ausformung der Schubladen, die über ein dünnes, horizontales Metallprofil bedient werden. Resultat dieses Handgriffs sind äusserst dünne Fugen, die die Stücke unterteilen, ihnen einen Massstab geben und sie von der Abstraktion blosser Körper in sinnvolle und hochwertig gestaltete Objekte überführen.

Falper Gap

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16. September 2011

Gold und Silber

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Eingetragen von: Erneste Appell

Bei modo von Eurolegno geht es um die Verkörperung von Luxus. Hochglänzende Materialien, feine Verzierungen und eine Farbpalette von teifstem Schwarz bis zu sattem Gold bilden hier den gestalterischen Rahmen. Die Wirkung der Stücke oszilliert dabei angenehm zwischen moderner Reduktion (die einfachen, körperhaften Formen) und nostalgischer Opulenz (geschwungen  ornamentierte Griffe in Gold und Silber) - einzig der grossskalierte Griff als Schmuck des schlichten Spiegels mag nicht zu überzeugen.

EUROLEGNO > collections > modo

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21. Mai 2011

Struktur!

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Eingetragen von: Erneste Appell

Eines soll vorweg gesagt sein: Mit Structure ist dem Disgner Arik Levy eine wunderschöne Kollektion für inbani gelungen.

Die Idee ist denkbar einfach: Eine Struktur aus gebogenen Flachstahlprofilen trennt verschiedene Funktionen eines Bademöbels. Gleichzeitig ist es jedoch genau sie, die die das Ganze zusammenhält und durch feine Versätze und das Herauslaufen aus der kompakten Form, zum Handtuchhalter wird oder eine seitliche Ablagefläche trägt.
Eine weiter Neuheit sind die zerfurchten Spiegel, von denen sich Teile kippen lassen, um jedem noch so bizzarren Schminkbedürfnis gerecht zu werden.

inbani Structure

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19. Mai 2011

Russen-chic made in Germany

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Eingetragen von: Erneste Appell

Sergei Tchoban ist russischstämmiger Deutscher, als Architekt und Designer international erfolgreich und nun auch im Baddesign tätig. Nach dem Federation Tower ('Federazija') in Moskau, der einst das höchste Gebäude Europas werden sollte und sich wohl aufgrund von Investorenproblemen nun mit dem elften Platz zufrieden geben muss, scheint der Massstabssprung ins Badezimmer gigantisch.

Dass der machtaffine Architekt bei der Kollektion Esplanade für Duravit mit der Opulenz vergangener Zeiten spielt - nicht umsonst erinnern die Stücke an klassische Kommoden oder antike Stühle - erstaunt kaum. Die Feinheit der Detaillierung dagegen schon: So ist die Kollektion in gewöhnlicher Holzverkleidung oder einem seidigen Finish erhältlich. Und das Highlight ist klar die alten Reisekoffern nachempfundene Lederlasche, welche als Öffnungsmechanismus funktioniert.

Duravit Esplanade

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15. Mai 2011

Belgisches Handwerk

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Eingetragen von: Erneste Appell

Floor and Furniture, kurz F&F, kommen aus Belgien und haben sich den Auftrag gestellt, in der spätindustriellen Gegenwart das Handwerk hochzuhalten. Damit stehen sie in einer langen Liste von klein- bis mittelgrossen Gewerbetreibenden, die sich durch handwerkliche Qualität dem Preisdruck der internationalen Massenproduktion ein Stück weit entziehen möchten. Dieser Ansatz ist gut und funktioniert offenbar auch bei diesem Hersteller. Etwas schade ist jedoch, dass die Entwürfe - hier im Bild Stücke der Kollektion Campo - sehr rustikal gehalten sind, schliessen sich doch handwerkliche Qualitäten und zeitgenössisches Design keineswegs aus.

F&F Campo

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10. Mai 2011

Das stille Örtchen

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Eingetragen von: Erneste Appell

Die Zeiten haben sich gewandelt: Noch vor zweihundert Jahren konnten nur der Adel und der reichste Teil des Bürgertums in ferne Länder reisen, heutzutage kann dies jeder gewöhnliche Arbeiter - EasyJet sei dank. Jedoch wollen wir an dieser Stelle nicht einem Schadstoff-Vergleich von heutigem Arbeiter und feudalem Bauer verfallen..

Dies ist nur eines von vielen Beispielen des Zeitenwandels und die Körperhygiene zählt sicherlich auch dazu. Heutzutage ist man sich kaum bewusst, welch Luxus eine funktionierende Kanalisation darstellt - das Mittelalter kannte noch das Verschütten der Ausscheidungen in die Mitte der schmalen Wohnstrassen und die hygienischen Folgen, allem voran die Pest, sind hinlänglich bekannt. Dass es auch hier der Adel war, der sich zuerst 'moderne' Verhältnisse leisten konnte, erscheint logisch und so widmet eine Ausstellung im Kloster Schussenried (Bad Schussenried, Baden-Württemberg) diesem Thema eine ganze Ausstellung, die bis am 18. September läuft.

Unter dem Motto 'Das stille Örtchen - Tabu und Reinlichkeit bey Hofe' sind hier zahlreiche Exponate öffentlicher und privater Leihgeber mit ausgewählten Stücken aus den Depots und Museen der 'Staatlichen Schlösser und Gärten' vereint. Diese bieten einen interessanten Überblick über die Körperhygiene und Pflegepraxis zu Hofe im Wandel der Zeit. Zudem sollen Sach- und Schriftquellen über die berühmten Vorurteile Aufschluss geben, der Adel (prominent der französische Sonnenkönig Louis XIV.) habe sich lieber einparfümiert als zu waschen und sich hinter Vorhängen und Hecken erleichtert.

Für alle, die sich vertieft für die kulturgeschichtliche Entwicklung der Körperhygiene interessieren ist dies Ausstellung sicherlich einen Besuch wert und sei auch all jenen nahegelegt, die sich auch über das Verfolgen von Hochzeits-Feierlichkeiten vor dem Fernsehen hinaus mit dem Adel beschäftigen möchten..

Ausstellung: Das Stille Örtchen im Kloster Schussenried

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28. April 2011

Objekt der Woche: Jaime Hayon für Bisazza

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Eingetragen von: Erneste Appell

Bisazza Mosaico ist der unbestrittene König aller Mosaikhersteller und beweist seit Jahren stilistische Treffsicherheit swohl bei simplen Farben und Mustern als auch bei komplizierten Bildern. Dass Bisazza nun durch die neue Tocherterfirma Bisazza Bagno den Schritt in die Produktion von Sanitärobjekten wagt, ist also ernst zu nehmen und es verwundert nicht, dass sie sich hierzu den spanischen Design-Exzentriker Jaime Hayon an Bord geholt haben. Seine schon ehedem opulenten Kollektionen (siehe hier oder hier) treffen nun endlich auf einen bekannten und fähigen Hersteller.

Laut Jaime Hayon orientiert sich die neue Kollektion "am Glamour der 1930er mit einem skandinavischen Touch und femininen Formen", was im Vergleich zu den vorangegangen Objekten nicht unbedingt eine Neuerung darstellt. In den einzelnen Formen findet sich dagegen viel Neues: Beispielsweise die Verwendung von Kupfer - im modernen Badezimmer nahezu inexistent - oder die kristellinen Formen, die sich allerdings nicht wie so oft an Felsen sondern vielmehr an geschliffene Diamanten anzulehnen scheinen.

Wir sind gespannt, was als nächstes kommt!

Bisazza Bagno (The Hayon Collection)

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