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24. Januar 2012

Die Kurven von Kate Moss..

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

.. sind es nicht, die dem Waschbecken Moss von Not Only White als Namensgeberin dienten, sondern der typische Knotenpunkt eines Chesterfield-Sofas. Bloss wo bei diesem das Leder durch an einen Knopf an den Sofarücken geheftet wird und so die Polsterung spannt, stellt hier ein einfaches Loch den Abfluss und das Zentrum des Objekts dar. Angenehm kontrastiert der runde Schwung des Waschtischinneren mit den scharfen und kubischen Aussenkanten der flachen, wandhängigen Variante und jener als freistehende Säule. Und auch wenn es der Name des Herstellers anders vermuten liesse - die Stücke sind stets weiss.

 

Not Only White - Moss

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26. November 2011

Aktiv!

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Plusenergiehäuser sind der neue Medienhype der Bauwirtschaft frei nach dem Motto: Wenn schon Bauen, dann doch gerade einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Für alle, denen das noch immer nicht genug ist, gibt es nun ACTIV Clean Air and Antibacterial Ceramic. Durch Auftragen von Mikropartikeln aus Titandioxid, das unter Einwirkung von Sonnen- oder Kunstlicht als Photokatalysator wirkt, leisten die hochtechnologischen Fliesen einen Beitrag zur Senkung von organischen und anorganischen Schadstoffen in der Luft - namentlich VOC, CO, Nox, SOx. Gleichzeitig wird die Bakterienbelastung der Oberflächen beseitigt, was doppelt wirksam ist: Hygienischere Räume und ein geringerer Reinigungsbedarf - das spart Zeit und umweltbelastende Putzmittel. Und wie man sieht, sind die aktiven Fliesen zudem ästhetisch gelungen.

 

IRIS Ceramica ACTIVE

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23. November 2011

Objekt(e) der Woche: inbani KA

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Modularität ist ein alter Hut in der Designgeschichte, man möchte sagen ein toter Hund oder ein in den 1960ern und 1970ern totgerittenes Pferd. Sicherlich, es gibt Gegenbeispiele, aber meist führt Modularität zu Gleichförmigkeit, zu Langweiligem oder Banalem.

Dass es anders geht, zeigt die Kollektion KA, die Francesc Rife für die spanische inbani entworfen hat. Hier passen die 'Module' zusammen, sind jedoch nicht immer gleich hoch, gleich tief oder gleich breit. So ergeben sich vielfältige Kombinationsmöglichkeiten, ein potentiell endloses dynamisches Spiel. Reizvoll ist zudem der Gegensatz, den die organischen Formen aus Gussharz von Waschbecken und Badewanne zur ansonsten streng im rechten Winkel gehaltenen Kollektion aufbauen.

 

 

inbani Ka

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21. November 2011

Imitation

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Ohne den Bogen allzu weit zu schlagen soll hier vorab gesagt werden: Imitation als blosses Kopieren und verlogenes Nachbilden zu betrachten, greift zu kurz. So galt die 'imitatio' bei Aristoteles als höchste Kunst und war dominant im kunsthistorischen Diskurs von der Renaissance bis zu den Anfängen der klassischen Moderne.

Ob die D-Kollektionen von IMPRONTA CERAMICHE nun diesen höchsten Ansprüchen der Imitation gerecht werden oder doch bloss nachbilden, sei der Beurteilung eines jeden überlassen. Interessant ist in jedem Fall, dass neben die Kollektionen STONE D, MARMO D (unten abgebildet) nun eine ganze Reihe namens MINERAL D (oben abgebildet) tritt. Diese umfasst fünf Gesteine - Dolomitkalk, Sulfur, Kupfer, Pyrit/Eisenkies, Bleierz - und nutzt genau wie die vorherigen D-Kollektionen die digitalen Möchlichkeiten der Gegenwart, um aus gewöhnlichem Feinsteinzeug Platten zu machen, die an verschiedene Gesteine erinnern. Eine Zufallsfunktion, dank der jede Platte anders aussieht, soll die Natürlichkeit von echten Steinen günstiger simulieren. Zumindest durch den fotografischen Blick scheint dies zu gelingen..

IMPRONTA CERAMICHE

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19. November 2011

Sensible Armatur

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Eingetragen von: Erneste Appell

Wo gibt es das schon, eine Armatur die den Benutzer begrüsst? Senso von HighTech tut dies und leuchtet seitlich weiss auf, wenn sich jemand nähert. Nach der Benutzung dimmt die Armatur dann ab, kann aber auch auf ein dezentes Restlicht zur Nachtbeleuchtung eingestellt werden - was natürlich dem Energiesparen, welches durch Elektroarmaturen ohnehin nicht unbedingt gefördert wird, noch weiter Abtrieb leistet. Immerhin wird jedoch Wasser gespart, durch einen sanften Wasserregen statt einem dicken Schwall werden selbst bei maximalem Wasserdurchlass nur vier Liter pro Minute verbraucht. Doch diese Technik ist keinesfalls eine Innovation und scheint sich langsam in der Breite durchzusetzen.

Was dagegen neuartig ist, ist die Touch-Steuerung. Nicht ansich, aber in ihrer geschickten Funktionsweise: Tritt der Benutzer an den Wasserhahn heran, beginnt das Wasser zu fliessen und die vormals weisse Seitenbeleuchtung leuchtet nun rot und blau. Intuitiv kann man so die leuchtenden Seiten antippen und die Temperatur entsprechend verändern. Zudem kann durch ein längeres Berühren automatisch die eingestellte Minimal- oder Maximaltemperatur angesteuert werden. Wenn man beide Seiten gleichzeitig antippt, hört der Wasserfluss komplett auf, was ein von an- und ausspringenden Wasserhahn sabotiertes Putzen verhindert. Und noch weiter haben die Designer gedacht und sogar den negativen Faktor Mensch einbezogen. Für den Einsatz im öffentlichen Raum wurde eine Sicherheitsfunktion eingebaut, die dafür sorgt, dass der Wasserfluss nach drei Minuten automatisch gestoppt wird - im Hersteller-Jargon heisst dies 'Schutz vor unsachgemässer Nutzung'.

Und bevor wir's vergessen: Senso sieht auch ziemlich anständig aus!

 

HighTech Senso

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17. November 2011

Gestatten, Herr Waschbecken

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Schlicht und ergreifend MISTER nennt sich das Waschbecken von HIDRA CERAMICA und es wirkt durchaus kühl und kräftig. Trotzdem erinnert die leicht taillierte Form eher an den weiblichen Körper. Wieso das? Die Lösung ist ganz einfach: MISS gibt es schon länger und die in der Tat noch deutlich weiblichere Form wurde an dieser Stelle auch schon vorgestellt (siehe hier).

HIDRA CERAMICA > DESIGN AREA > MISTER

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15. November 2011

Archaische Zeichen

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Eingetragen von: Erneste Appell

Sign ist ein junger italienischer Sanitärhersteller, gibt sich aber ganz brav. Einfache, vornehmlich kubische oder zurückhaltend geschwungene Formen, monochrome Farben von weiss bis schwarz, eventuell ein dezentes Holzfurnier - so weit so gut. Auffällig schön im sonstigen Einheitsbrei ist das Lavabo LAP01. Als steinerne Halbkugel ausgeführt, spielt das Objekt mit einer materiellen und formalen Archaik, die durch den bloss als ringförmige Vertiefung artikulierten Wasserablauf unterstrichen wird. Ansonsten ohne jeden Zierrat, ist es schade, dass der Hersteller sein eigenes Emblem auf diesem Wasserablauf in moderner Typografie verewigen musste - und die Illusion des alten Steinmetzbeckens so untergräbt. Zumindest wirkt Werbung dieser Art billig und hat auf schönen Objekten höchstens auf der Unterkante etwas zu suchen. Daher: Kaufen, Schleifpapier in die Hand nehmen, fertig.

SIGN

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14. November 2011

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

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Eingetragen von: Erneste Appell

Dies wusste schon Aristoteles und begründete damit die holistische Grundauffassung, die im Gegensatz zum seit der Aufklärung verbreiteten Reduktionismus steht und heutzutage wieder anerkannt ist. Zugegeben, diese Einführung ist abstrakt aber doch ist das Waschbecken flow von simas genau dies.

Die seitlich herausgedrängten Waschbecken - bekannt. Das Verschmelzen von Ablagefläche und Waschbecken - Standard. Der weiche Fluss der Formen und der leichte Niveauversatz - wiederholt ausgeführt. Doch die Verbindung dieser drei gestalterischen Massnahmen zu einer derart eleganten Komposition - neu. Und sehr gelungen.

simas > collections > design > flow

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13. November 2011

Sternengriff von Antonio Citterio

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Eingetragen von: Erneste Appell

Seit 2007 gibt es die Kollektion Citterio M bei Axor und was der Mailänder Designer Antonio Citterio damals designt hat, ist fraglos in der Lage, ein paar Jahren optischen Gebrauchs stand zu halten. Und auch wenn heutzutage jeder reduzierte Kubus als 'zeitlos' verkauft wird, würde es kaum verwundern, wenn die Stücke in zehn Jahren noch immer über die Theke gehen. Zumal Altmeister Citterio die Kollektion stets erweitert - dieses Jahr in Form von Sterngriffen, die alternativ zu den bisherigen Hebelgriffen verwendet werden können. Persönlich mag ich Sterngriffe, sie sind etwas aussergewöhnlicher, wirken stabil und liegen ergonomisch in der Hand.

Axor Citterio M Neuheiten

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3. November 2011

Objekt der Woche: Stucco Origami

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Eingetragen von: Erneste Appell

Die Designer der F.lli Stucco sagen sich: Wieso ändern was funktioniert? Und damit haben sie Recht. Die 2008 entstandene Badewanne Origami ist ein schlichtes Stück aus Mineralwerkstoff, nahezu kubisch und mit einem nach aussen abgewinkelten Rand. Seitdem haben die Designer viele Zusätze entwickelt: Die verschiedenen Randerweiterungen für Regalflächen (eine davon ganz unten) sind davon die gewöhnlichsten und die raumgreifend-organische Lichtinstallation die spektakuläreste. Die gelungenste Erweiterung ist jedoch ein Modifikation, die an einen Zwitter aus Badewanne und Schreibtisch erinnert. Rundum ist der Rand hierbei etwas breiter als im Basismodell und eine Seite wird zur grossen Ablagefläche mit Holzstütze. Sehr simpel verströmt das gute Stück eine loftige Atmosphäre - und braucht fraglos dementsprechenden Umraum.

F.lli Stucco Origami

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