Was waren das noch für Zeiten vor der beruflichen Spezialisierung. Die Rede ist hier nicht einmal von Leonardo da Vinci, der neben gestalterischen auch anderen künstlerischen und technisch-naturwissenschaftlichen Beschäftigungen nachging. Denn noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Designer nicht einfach Designer. Charles Rennie Mackintosh, der mit Abstand bekannteste Exponent schottischer Designgeschichte, war 'nebenbei' auch Architekt, Innenarchitekt, Kunsthandwerker, Grafiker und Maler. In all diesen Gattungen führte er die berühmte Glasgow School an, das schottische Pendant zum französischen Art Nouveau, der englischen Arts & Craft Bewegung, zu Deutsch: dem Jugendstil.
Lefroy Brooks als englischer Qualitätshersteller von historisierenden Armaturen hat daher nicht grundlos eine 1930 Mackintosh benannte Kollektion im Angebot. Sie zeigt klar, dass man über den Klassizismus bereits hinaus war, beim Minimalismus der Moderne noch nicht angelangt war und sich durchaus spielerisch mit Formen beschäftigte, mit Kraftlinien. Und stets war hohe Handwerksqualität unverzichtbar. All dies sieht man der nach Mackintosh benannten Kollektion an.
Lefroy Brooks 1930 Mackintosh