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30. Juni 2010

Objekt(e) der Woche: Decor Walther

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Eingetragen von: Erneste Appell

Wahrnehmung aus phänomenologischer Sicht ist von Erfahrung geprägt, man könnte sagen kulturell konditioniert. In diesem Zusammenhang sind wir es gewohnt, dass sich Keramik, gerade bei Accessoires, in Dimensionen von ein bis zwei Zentimetern präsentiert. Diesen Normalfall auf den Kopf stellend hat DECOR WALTHER mehrere dickwandige, keramische Accessoires gestaltet - von der Toilettenbürstengarnitur über die Seifenschale, die Dose und den schmalen Bürstenhalter bis hin zum vierfeldrigen Pinselhalter ist hier mehr als das (Frauen-)Herz begehrt in klarem, weissen Kreisrund erhältlich.

Decor Walther

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20. Juni 2010

Stilvoll abhängen

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Eingetragen von: Erneste Appell

Eine Vielzahl - man möchte fast sagen Unzahl - von wandhängigen und neben das Waschbecken montierbaren Handtuchhaltern ist auf dem Markt. Die neumodische Verbindung mit Heizungskörpern macht diese kaum spannender und auch der Ständer der Kollektion HIRO mag dies nicht ungeschehen machen. Aber das vom Spanier Ricard Ferrer für COSMIC entworfene Objekt ist immerhin ein Lichtblick im sonst sehr gleichgeschalteten Marktsegment und überträgt die Idee des Kleiderständers auf den Handtuchhalter. Et voilà: Ein Handtuchständer ward geboren. Mit 172,5cm ist das filigran wirkende Stück nicht gerade klein und sollte auch dementsprechend Umraum erhalten. Wer jedoch über das Badezimmer verfügt, welches die erforderliche Wohnraumgrösse, -qualität und -ordnung hat, kann hier sein Glück in Kohle, Wenge, Eiche oder Iroko (siehe unten) erwerben. Alle anderen können den HIRO ja immernoch als gewöhnlichen Kleiderständer verwenden.

COSMIC > Product > Occasional furniture > HIRO

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29. Mai 2010

Less is more

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Eingetragen von: Erneste Appell

Der letzte Direktor des Bauhauses und anschliessend einflussreicher Architekt und Professor in Chicago, Mies van der Rohe, wurde nicht zuletzt auch mit dem Ausspruch "Less is more" berühmt. Dieses der strukturellen Klarheit, der perfekten dafür schmucklosen Verarbeitung von Material und dem Anspruch bescheidener Grösse geschuldeten Credo bezog sich nicht unbedingt auf eine materielle Leichtigkeit sondern auf konzeptuelle Einfachheit durch Verzicht auf Überflüssiges.

Ob dieser hohe Anspruch bei moments von Rapsel gestellt oder gar eingelöst wurde, lasse ich hier offen, die Leichtigkeit zumindest wurde erreicht. Feine Konturen, dünne Materialstärken und einfache Formen ergeben ein fragiles Ganzes, welches nur in einem äusserst aufgeräumten und puristischen Badezimmer zu überzeugen vermag.

Rapsel > products > complements > moments

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7. Mai 2010

Hugo Boss im Bad

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Eingetragen von: Erneste Appell

Farben sind nicht patentierbar, es gibt höchstens normierte Farbsysteme wie die berühmten und auf dem Bau allgegenwärtigen RAL-Farben. Ob sich nun der Heizkörperproduzent Zehnder beim metropolitan bewusst des intensiven Oranges bedient hat, welches für Details und Nähte der Hugo Boss Mode seit Jahren charakteristisch ist, sei dahingestellt. Der speziell fürs Badezimmer gefertigte Heizkörper besticht auf jeden Fall auch abgesehen von der Farbgebung - die übrigens veränderbar ist - durch ein klares Design, die durch die Verwendung von Flachrohren erreichte, geringe Raumtiefe und den integrierten Handtuchhalter. Wahlweise kann dies nämlich zum Trocknen in grosse Aussparungen gehängt werden (links) oder man entscheidet sich für das durchgehende Raster der Rohre mit frei positionierbarem Handtuchhaken (rechts).

Zehnder metropolitan

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30. April 2010

Glastattoos

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Eingetragen von: Erneste Appell

"Tätowierungen sind Anzeichen von Verbrechertum und Degeneration" behauptete einst der radikale Frühmodernist Adolf Loos und führte dies als Beispiel dafür an, dass eine reine, auf das Wesentliche reduzierte Gestaltung keinen blossen Schmuck brauche - Ornamente waren für ihn sinnloser Ballast und Verschwendung von Arbeitskraft. Dies mag sicherlich stimmen doch heutzutage ist man diesbezüglich etwas weiter, weiss man doch, dass manche Menschen gerade diesen Schmuck lieben und wieso sollte man ihn diesen krampfhaft vorenthalten und sie zur totalen Reinheit erziehen wollen, wo dies ohnehin ein Trugschluss ist?

Wer nun also das Bedürfnis hat sich selbst zu schmücken, geht zum Tätowierer. Wer nun aber seine Duschwand aufpeppen möchte, kann dies mit einer Vielzahl von Motiven der Glastattoos von lifestyle-decor.de tun. Etwa 200 verschiedene Dekore im Sandstrahl-Look sind in je 4 verschiedenen Grössen erhältlich und kosten dabei bloss 25 bis 55 Euro.

lifestyle-decor.de Glastattoos

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9. April 2010

Schwungvoll

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Eingetragen von: Erneste Appell

Kantiges Design ist angesagt, scharfe Ecken, klare kubische Formen. Unbeachtet von diesem Diktat der Wohndesignmagazine entwarf Ambrogio Rossari die Kollektion Melò, welche sich organisch und sanft präsentiert. Leider aber auch sehr beliebig. Der hier abgebildete Handtuchhalter beispielsweise könnte ebenso gut Wurm oder verwaschene Abstraktion einer Türklinke sein...

Colombo Design s.p.a. > Arredobagno > Serie > Melò

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20. Februar 2010

Objekt(e) der Woche: TOTS

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Eingetragen von: Erneste Appell

Gewaltige Kathedralen, Paläste und Villen in Ehren aber spätestens seit der sozialen Agenda der Moderne ist klar, dass der zeitenössische Gestalter - sei es nun ein Architekt oder ein Designer - für sämtliche Mitglieder der Gesellschaft sinnvoll Raum und Alltag zu formen hat. Dessen bewusst hat sich das AIA studio Salazar ǀ Navarro Architects im Auftrag von ALTRO daran gemacht, ein modulares System zu entwickeln, welches im Badezimmer alle Bedürfnisse abdeckt, die verschieden Menschen haben können. In den Einheitsbreiten von 40 und 80 Zentimetern kann so ein ausklappbarer Wickeltisch nachgerüstet werden, welcher später durch ein zweites Waschbecken, einen integrierten Müll oder eine behindertengerechte Toilette ersetzt wird. 

Sicherlich stehen beim Projekt TOTS die körperlich eingeschränkten Menschen - Behinderte, Altersschwache, Schwangere und Kleinkinder - im Vordergrund. Doch mit der These, dass in heutigen Zeiten der unvorhersehbaren Haushaltsentwicklung das Badezimmer als anpassbarer Raum funktionieren könnte, was auch für junge und gesunde Menschen von Vorteil sein würde, liegt das Projekt goldrichtig in seiner Verantwortlichkeit gegenüber dem Menschen. Im Gegensatz zu klassischen Produkten für Behinderte liegt hier also ein Produkt für alle vor und auch wenn die Gestaltung etwas gar technoid wirkt und leicht an eine - zwar schöne und grosse - Flugzeugtoilette erinnert, so überzeugt es doch durch seine konzeptuelle und formale Einfachheit verbunden mit vielen technischen Details.

ALTRO TOTS

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12. Februar 2010

Objekt der Woche: Paper Pot

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Eingetragen von: Erneste Appell

Selbst im Baddesign fest verankerte Design-Grössen haben noch nicht die Mühe genommen, sich etwas für sie einfallen zu lassen und doch steht sie in jedem zweiten Badezimmer: Die Kleenex-Box.
Vonseiten der grossen Firmen gibt es hierzu fast nichts und wenn, dann sind dies die gleichen langweiligen Metallboxen mit Schlitz, welche einfach drüber gestülpt werden, die in den Haushaltskaufhäusern erhältlich sind.

GENERATE, ein kleiner Design-Online-Versand aus Übersee mit vielen interessanten Produkten auch ausserhalb des Badezimmers hat dagegen eine speziellere Lösung im Angebot: Der Paper Pot gleicht mehr einer Blumenvase und das Kleenex mit seinen Falten und Verwindungen einer Blattpflanze. Erhältlich ist diese unschlagbare Kombination entweder in stilvollem weiss oder schwarz oder in knallig hellem Blau- oder Grünton.

GENERATE Paper Pot 

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15. Januar 2010

Ordnung auf Rädern

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Eingetragen von: Erneste Appell

Im kleineren Haushalt - in Zeiten, wo das Singledasein vor allem die städtisch bevorzugte Lebensform darstellt, keine Seltenheit - gibt es selten eine Waschküche und die Wäsche landet etweder in der Ecke oder in einem Wäschekorb im Badezimmer. Letzteres ist natürlich das kleinere Übel doch man kennt das chaotische Bild, wie die Wäsche über dem Korb hängt. Nicht unbedingt ein appetitlicher Anblick.

Der rollbare Wäschekorb, der dank eines Deckels auch als Ablagefläche funktioniert, soll nun Abhilfe schaffen. Die Idee aus dem Hause enolinea hat sicherlich ihr gutes und vor allem der Wille zur Ordnung ist positiv zu werten. Doch fragt sich, ob es nicht auf Dauer nervig ist, für jedes Paar Socken den Deckel anheben zu müssen. Und wenn man noch etwaige Gegenstände vorher runter- und nachher wieder raufräumen muss, fragt sich schon, ob das Ganze Sinn macht.

Fazit: Ein Produkt für den kleinräumigen Ordnungsfanatiker mit zeitlichem Luxus.

enolinea > prodotti > 3 risveglio

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11. Januar 2010

Die Morgensonne im Badezimmer

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Eingetragen von: Erneste Appell

Waschbecken, Badewannen, Duschvorhänge, Fliesen, sogar Seifenspender, Zahnputzbecher - all das ist so eng mit dem Badezimmer als solchem verknüpft und oft geht dabei vergessen, dass das Bad schon längst der Waschkammer entwachsen ist und als Wohn- und Genussraum immer wichtiger wird. Damit man beim Relaxen nicht die Zeit vergisst, wird an dieser Stelle nun eine Uhr vorgestellt. Als dekorativer Morgengruss ein absolut wirkungsvolles Objekt und je nach Beleuchtung ist die Sunflower Clock grossartig inszenierbar. Dass sie schon im Jahre 1958 entworfen wurde und zwar von George Nelson persönlich, ist das i-Tüpfelchen für die Designnerds unter unseren Lesern. Allerdings hat das Ganze, wie so oft, seinen Preis - stolze 800 Euro kostet das gute Stück.

Sunflower Clock

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