Get the Flash Player to see this player.
28. April 2010

Interview mit Ludovica und Roberto Palomba

Tags: , ,
Eingetragen von: Erneste Appell

Manchmal stimmt einfach alles. Dies kann bei einem Objekt - vom Stadionkomplex bis zum Teelöffel - der Fall sein oder bei zwischenmenschlichen Beziehungen. Eine grosse Freundschaft, intellektueller Respekt, Liebe - wahrscheinlich verbinden Roberto und Ludovica Palomba beides. Das Designpaar aus Mailand arbeitet seit 1994 gemeinsam unter dem Namen palomba serafini associati an Entwürfen für das Badezimmer und hat die Entwicklung vom ehemals "vergessenen Raum des Hauses" zum privaten Rückzugsort mit viel Tageslicht und Wohnqualitäten von Anfang an begleitet. Dass die beiden dabei mehr Würdigungen und Preise erhielten als manch anderer Designer überhaupt Produkte zur Marktreife führt, kommt nicht von ungefähr: Harte Recherche, Forschung und analytischer Geist paaren sich hier mit "Verrücktheit und ein wenig Überheblichkeit", laut Ludovica Palomba die Grundvoraussetzungen für jeden wegweisenden Planer. Mehr über ihre Motivation und die Grundidee ihres als Evident Design bezeichneten Entwurfsansatzes gibt es im Interview mit dem deutschen Architekturmagazin Detail. Von ihrer eigenen Webseite aus findet man die Links zu den Produkte, die sie in den vergangenen Jahren für fast sämtliche namhafte Hersteller des Sanitärdesigns entworfen haben.

Interview
ps+a

Bewertung: 5.0 von 1 Benutzern

  • Currently 5/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Kommentare (0)
8. April 2009

Objekt der Woche: ARCHITONIC

Tags: , , , , , ,
Eingetragen von: Erneste Appell

Fürs eine Mal ist die Kategorie "Objekt der Woche" unpassend und doch ist ARCHITONIC ein absolutes Fund- und Goldstück und verdient dementsprechend Anerkennung. Das Konzept ist einfach:

Egal ob als kleines Ein-Mann-Architekturbüro oder als grosser Sanitärhersteller, der Markt rund um Inneneinrichtung, Architektur und Design ist dermassen gross und unübersichtlich geworden, dass es kaum möglich ist, vollumfänglich "auf dem Laufenden zu sein". Es sei denn, man stellt ein Team von Architekten und Designern zusammen, welche nichts anderes tun. So geschehen bei der ARCHITONIC AG, einem in Zürich gegründeten Unternehmen, welches es sich zum Ziel gesetzt hat, das beste und innovativste Design aufzuspüren, Trends und Neuigkeiten zu erkennen und dies alles geordnet online zur Verfügung zu stellen.

Die Branche dankt. 230'000 Besucher monatlich, die meisten davon aus der Branche selbst, exklusive Partnerschaften mit archdaily, DETAIL und anderen Grössen und eine stetig wachsende Datenbank, welche mittlerweile 45'000 Produkte von 4'500 Designern und 1'400 Herstellern umfasst. Sauber geordnet in den Kategorien Produktbibliothek, Materialien&Konstruktion, DesignSammlung und News&Trends ist davon auszugehen, dass auch für Ihr Bad etwas dabei ist.

Viel Spass beim Stöbern!

ARCHITONIC

Bewertung: 4.8 von 6 Benutzern

  • Currently 4,833333/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Kommentare (0)
31. März 2009

Objekt der Woche: teorema TREE

Tags: , , , ,
Eingetragen von: Erneste Appell

Hugo Häring und Hans Scharoun, die wahrscheinlich wichtigsten Vertreter der organischen Moderne, sprachen sich einst vehement für die Kurve aus, denn nur sie entspräche dem Leben, der perfekt angepassten Funktionserfüllung. Die gerade Linie sei hingegen lediglich ein Konstrukt, ein eisernes Korsett der irregeführten Pseudo-Rationalisten. Soviel die Geschichte, und es sei hier lediglich angemerkt, dass beispielsweise kristalline Strukturen durchaus natürlich und in sich perfekt sind und trotzdem auf linearen Rastern aufbauen.

Dass sich die gerade Linie und die organische Wirkung nicht ausschliessen, zeigt nun die italienische rubinetterie teorema mit der serie tree. Inspiriert wurde das Design - es ist unschwer zu erraten - von einem Baum im Wind, leicht schief gelehnt und die Äste in jede Richtung gespreizt. Ebenso strecken die Armaturen von teorema ihre Glieder assymmetrisch von sich und der konstruktive Aufwand dahinter dürfte immens gewesen sein. Doch auch wenn hier die Technik in ein formalistisches Kleid gepresst wurde und von organisch-natürlicher, selbstverständlicher Funktionalität keine Rede sein kann - schön ist der tree, einzigartig, und dank der vaporisierenden Düsen spart er erst noch 40 % Wasser.

rubinetterie teorema tree

Bewertung: 3.3 von 4 Benutzern

  • Currently 3,25/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Kommentare (0)
14. Februar 2009

Eine kleine Geschichte des WCs

Tags: , , , , ,
Eingetragen von: Erneste Appell

Seit Monaten werden an dieser Stelle Badewannen, Duschen, Waschbecken und Toiletten vorgestellt und stets dabei das Design in Vordergrund. Zeit also, einmal den Blick hinter die Kulissen zu wagen, denn dass wir heute über ein perfektes Netz von hygienischen Sanitäranlagen verfügen, ist keine Selbstverständlichkeit.

Zwar sollen erste Abortanlagen schon 2800 v. Chr. in Mesopotamien bestanden haben und auch der Prototyp der Abwasserleitung, die Cloaka Maxima im antiken Rom, wurde bereits im 6. Jhdt. v. Chr. erstellt. Der geistige Rückschritt im Mittelalter hatte natürlich auch hier seinen Einfluss und so kehrte man zurück zu Donnerbalken und später wurde eine kleine Holzhütte darum gebaut - fertig war das Plumpsklo. Zu dieser Zeit wusch man sich im Bottich mit dem gleichen Wasser wie der Rest der Familie.

Was auf dem Land problemlos blieb, entwickelte sich in den Städten zunehmend zum Problem, welches durch die von der Industrialisierung verursachte Bevölkerungszunahme die Untragbarkeit erreichte. Die natürlichen Gewässer waren von den riesigen Abwassermengen aus den Städten überfordert, die biologische Selbstreinigung reichte nicht mehr aus und so wurden 1842 in Hamburg und 1856 in Paris die ersten zentralen Anlagen zur Abwasserableitung und -reinigung gebaut. In der Folgezeit wurde das eigentlich schon 1596 in England erfundene Wasserklosett wieder häufiger eingebaut, konnte jedoch erst nach dem zweiten Weltkrieg flächendeckend den Nachttopf verdrängen.

Den Rest der Geschichte kennen wir, Babyboomer-Generation, das Erstarken der Mittelklasse und damit einhergehend eine grosse Nachfrage nach Gestaltung im Badezimmer, welche das Badezimmer vom Ort der Reinigung und hygienischen Bedürfnisbefriedigung zu einem der wichtigsten Räume im Haus machen. Hier wird man wach, hier richtet man sich für die Nacht und auch wenn Schönheit von innen kommt, so wird sie doch im Bad "gemacht".

Bewertung: 4.0 von 3 Benutzern

  • Currently 4/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Kommentare (0)
2. Februar 2009

Klassischer Chic

Tags: , , ,
Eingetragen von: Erneste Appell

... mit diesen Worten beschreiben Villeroy & Boch ihre Kollektion SQUARE vogue und versuchen damit, der beschleunigten Welt der Gegenwart mit "Kultiviertheit und Orientierung an echten Werten" entgegenzutreten. Sicherlich, die Kollektion ist elegant und erstklassig verarbeitet - doch wer keine Ruhe in sein Leben bekommt, wird dies auch nicht durch die besten Armaturen erreichen. Also Schwamm drüber über die Fanfaren der V&B-PR-Abteilung und dann bleibt genug: Eine erstklassige Armaturen-Serie mit einer interessanten Formensprache zwischen Kubus und Kurve.

 

Villeroy & Boch SQUARE vogue

Bewertung: 4.0 von 3 Benutzern

  • Currently 4/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Kommentare (0)
14. Dezember 2008

Designträume aus Spanien

Tags: , , , ,
Eingetragen von: Erneste Appell

Dass Italien in den 1970ern tonangebend im Möbeldesign war, weiss so gut wie jeder. Doch wenige realisieren, dass noch heute ein Grossteil erfolgreicher und ambitionierter Designproduzenten seinen Sitz in Italien hat.  Umso erfreulicher ist es, hier einen spanischen Sanitärhersteller zu präsentieren, welcher seinesgleichen sucht:

Inbani. Schon der Name klingt harmonisch und einfach und ebenso ist das Design: Schnörkellos, elegant mit raffinierten Details und einem kontrollierten Mix aus fliessenden Formen. Und auch bezüglich der Materialität kommt hier nur allererste Qualität zur Anwendung. Mein Favorit: Das oben abgebildete Waschbecken der Ela-Kollektion aus Corian.

Inbani

Bewertung: 3.0 von 1 Benutzern

  • Currently 3/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Kommentare (0)
3. Dezember 2008

Starckes Design

Tags: , , ,
Eingetragen von: Erneste Appell

Er hat Fliegenklatschen entworfen und Zahnbürsten, eine Zitronenpressen für Alessi und Motorräder, ein Motorrad für Aprilia. Er schuf die unglaublich erfolgreiche Brillen-Kollektion mit doppelachsigem Kippgelenk für Alain Mikli und Sportschuhe für Puma. Des weiteren umfasst sein Werk verschiedenste Möbel, Radios, eine Computermaus für Microsoft und die Inneneinrichtung diverser Bars und der Privaträume François Miterrands. Kurzum: Der Franzose Philippe Starck ist ein Star der Design-Szene und nach seinen Erfahrungen, die er bei Hoesch und Duravit sammelte, schuf er nun auch eine komplette Axor-Kollektion für hansgrohe.

Nach eigenen Aussagen ist sein Designprinzip das Prinzip der Reduktion oder auch die "Ethik des Weglassens". Dass er im ewigwährenden Streit des Industriedesigns so den Schwerpunkt beim Gebrauchsgegenstand setzt und nicht beim Kunstgegenstand kommt dem Benutzer natürlich sehr entgegen. Nichtsdestotrotz sind die Objekte elegant, von natürlichem Schwung und bestechender Materialität.

Summa summarum: ob auf der Nase, unter dem Hintern, in der Hand oder im Badezimmer: Philippe Starck ist ein Hingucker der funktioniert zu vegleichsweise fairen Preisen.

Axor Starck

Bewertung: 4.5 von 2 Benutzern

  • Currently 4,5/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Kommentare (0)
25. November 2008

Jean Nouvel für Jado

Tags: , ,
Eingetragen von: Erneste Appell

Im Verlauf seiner Karriere ging er mehrmals bankrott, musste als Angestellter in der eigenen Firma arbeiten und schlussendlich endete er doch als einer der weltweit erfolgreichsten Architekten der Welt mit einem gigantischen Büro in Paris, Prestigeprojekten weltweit (u.a. das Institut du Monde Arabe in Paris, die Oper in Lyon oder den Torre Agbar in Barcelona) und nicht zuletzt erhielt er dieses Jahr den Pritzker-Preis, die unbestritten angesehenste Ehrung in der Architektur.

Dass er im grossen Massstab mit Wasser umgehen kann, hat er schon beim Bau von "Les Bains des Docks" in Le Havre unter Beweis gestellt (mehr dazu hier). Für den belgischen Sanitärhersteller JADO hat er unlängst das Handwerk des Designers übernommen und eine gesamte Badezimmerkollektion kreiert. Vom doppelbodigen Waschtisch aus mattiertem Mineralwerkstoff über die Badewanne mit drei Wasserablaufschlitzen und den modularen Handtuchhalter ist alles dabei, was man zur Badezimmereinrichtung braucht.

Das wahre Highlight der Kollektion liegt jedoch nicht in der formalen Seite des Designs sondern im funktionalen Teil: Allgemeinverständliche Piktogramme und in die Armaturen integrierte Mikro-Sensoren, welche auf Berührung reagieren, ermöglichen eine instinktive Regulierung des Wassers und den puristischen Look. Nachteilig könnte sich allerdings der Batteriebetrieb erweisen, wenn das Bedienelement ausfällt und das Wasser noch läuft...

JADO

Bewertung: 4.0 von 1 Benutzern

  • Currently 4/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Kommentare (0)
22. September 2008

Toyo Ito für Altro

Tags: , , , , ,
Eingetragen von: Erneste Appell

Peter Behrens, Urvater aller Industriedesigner und seines Zeichens geprägt vom Gedanken des Gesamtkunstwerks, entwarf noch mit absoluter Selbstverständlichkeit das Mobiliar für seine Häuser. Doch ebenso, wie Statiker und Gebäudetechniker den zeitgenössischen Architekten oftmals seiner naturwissenschaftlichen Komponente berauben, so wurde auch die Formgebung von Nicht-Bauten längst in "spezialisierte" Hände übergeben.

Dass Gebäude und Inhalt untrennbar sind und ein wahrer Künstler unabhängig von Maßstab und Nutzung  in klarer und sinnvoller Linie zu überzeugen weiss, zeigt der japanische Stararchitekt Toyo Ito in seiner Kollektion für Altro. Itos Haltung gegenüber Design ist gleichsam klar wie intelligent: "Gutes Design heisst, nicht zu designen, Formen nicht willkürlich zu schaffen.", lautet ein berühmtes Zitat von ihm und wie dies umgesetzt wird, zeigen die Produkte von Altro, allen voran der Waschtisch.

Ähnlich wie bei seiner Kunstbibliothek der Universität Tama und vielen weiteren architektonischen Projekten untersuchte Ito das Wechselspiel zwischen Kulturellem (Rechteckigem) und Naturellem (Organischem) und so präsentiert sich die Kollektion aus weissem Corian in einer geschwungenen Einfachheit mit Ecken, Kanten und sinnvollen Details (wie etwa der Vertiefung für die Seifenablage).

Eine Fläche, ein Becken, eine Ablage - that's Design.

Toyo Ito für Altro

Bewertung: 5.0 von 1 Benutzern

  • Currently 5/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Kommentare (0)
nach oben nach oben
Get the Flash Player to see this player.