Von der Antike bis zum Spätbarock galt der - zunehmend aufgeweichte - Kanon der grossen Säulenordnungen. Eine differenzierte Ausgestaltung nach zahllosen Regeln mit horizontalen und vertikalen Gliederungsschemata sollte dabei ein harmonisches Ganzes garantieren. Raumwirksame Bänder kennen wir noch heute, beispielsweise Wandvertäfelungen oder im Bad meist schmale, andersfarbige Fliesenstreifen. Waren diese in alten Zeiten noch pittoresk ausgearbeitet und präzise in Proportion und Lage, so begnügt man sich heutzutage - wenn überhaupt - mit einem simplem Farbwechsel in etwa auf Brusthöhe. Zu stark ist das moderne Primat der glatten, weissen Wand.
In der edlen, marmornen Fliesenkollektion Axolute hat die italienische ABK Ceramiche nun mit der Honeybrown den lächerlichen Fliesenstreifen aufgenommen und ihm gleich einem Fries griechischer Tempel eine feingliedrige, florale Struktur einbeschrieben. Dieser spannende Gegensatz zur glattgeschliffenen Marmorfliese sorgt für Abwechslung und Schmuck im Badezimmer, ohne die geschätzte Ruhe des modernen Raumgefühls zu beeinträchtigen. Zehn Punkte.
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